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Topcase und Seitenkoffer fürs Motorrad: die richtige Wahl

Topcase und Seitenkoffer fürs Motorrad: die richtige Wahl

Der Stauraum am Motorrad ist kein Detail

Kennst du das: Du kommst von einer Tour zurück und hast den Helm ans Topcase gebunden, weil einfach nichts mehr reingepasst hat? Oder du hältst dreimal an, um zu prüfen, ob die Koffer noch richtig eingerastet sind? Das falsche Gepäcksystem ist nicht nur unpraktisch: Es kostet Zeit, zwingt dich zu Kompromissen bei dem, was du mitnehmen kannst, und wenn die Halterung nicht zum Motorrad passt, kann es sogar die Stabilität in der Kurve oder beim Bremsen beeinträchtigen.

Bevor du dich für ein Topcase oder ein Paar Seitenkoffer entscheidest, solltest du drei Dinge klären: wie viel Platz du wirklich brauchst, welche Halterung dein Motorrad verlangt, und ob dir die Stabilität eines Hartschalenkoffers oder die Praktikabilität einer Softbag lieber ist.

Topcase oder Seitenkoffer: nicht dasselbe

Das Topcase, der hintere Koffer, ist vor allem für den Helm gedacht: Du steigst ab, verstaust ihn, schließt ab und gehst, ohne ihn tragen zu müssen. Seitenkoffer dagegen sind für die eigentliche Reiseladung gemacht: Kleidung, Werkzeug, alles, was du nicht auf dem Beifahrersitz stapeln willst.

Wer nur in der Stadt unterwegs ist, begnügt sich oft mit einem Topcase mit 30-40 Litern und verzichtet auf Seitenkoffer. Wer Touren fährt oder lange Strecken zurücklegt, montiert fast immer beides, weil das Volumen eines einzelnen Topcase für ein Wochenende nicht reicht, geschweige denn für eine Woche unterwegs.

Fassungsvermögen in Litern: wie viel du wirklich brauchst

Ein durchschnittlicher Integralhelm braucht etwa 28-30 Liter, ein Klapphelm etwas mehr: Wenn das Topcase ihn zusammen mit einer Jacke oder Handschuhen aufnehmen soll, plane mindestens 32-35 Liter ein. Für nur einen Helm ohne alles andere reichen 28 Liter.

Bei Seitenkoffern sieht die Rechnung anders aus: 16-20 Liter pro Seite decken den Alltag und kurze Wochenenden ab, für längere Touren geht man auf 30-36 Liter pro Koffer. Aber Vorsicht: Mehr Volumen bedeutet mehr Gewicht und mehr Breite, was bei schmalen Motorrädern oder beim Filtern im Stau schnell zum Problem wird.

Halterungen und Trägerplatten: der Punkt, den kaum jemand vor dem Kauf prüft

Hier liegt der häufigste Fehler. Topcase und Koffer werden nicht einfach aufs Motorrad "gelegt": Sie rasten in eine bestimmte Trägerplatte oder Halterung ein, die wiederum zu Marke und Modell des Koffers passen muss. Die verbreitetsten Systeme sind Monokey und Monolock: Sie sind nicht untereinander austauschbar. Hast du bereits eine Monokey-Halterung, kannst du darauf kein Monolock-Koffer montieren, ohne die Platte zu wechseln.

Selbst innerhalb derselben Marke ändert sich die Trägerplatte je nach Volumen: Ein 33-Liter-Koffer nutzt nicht dieselbe Halterung wie ein 56-Liter-Modell. Prüfe vor dem Kauf immer das technische Datenblatt und stelle sicher, dass dein Motorradmodell explizit genannt wird, nicht nur der Hubraum.

Kompatibilität mit Gepäckträger und Rahmen: nichts ist wirklich "universell"

Hecktäger und Rahmen für Seitenkoffer sind fast immer motorradspezifisch: Die Befestigungspunkte am Rahmen, der Abstand zum Auspuff und der Freiraum zu den Fußrasten unterscheiden sich von Modell zu Modell. Universalträger gibt es, aber sie bedeuten meist eine weniger stabile Befestigung und mehr Spiel beim Fahren, was die Befestigungslöcher mit der Zeit ausweitet und den Koffer wackeln lässt.

Wenn du unsicher bist, was zu deinem Motorrad passt, ist es am schnellsten, nach einem kompletten Gepäcksystem zu suchen, das bereits mit dem passenden Träger kombiniert ist, statt die Kompatibilität Teil für Teil zu prüfen.

Hartschale oder Soft: die echten Vor- und Nachteile

Hartschalenkoffer aus ABS-Kunststoff oder Aluminium schützen den Inhalt besser vor Stößen und Regen, lassen sich richtig verschließen und halten stand, selbst wenn sich jemand aus Versehen an der Ampel draufsetzt. Dafür wiegen sie mehr, machen das Motorrad breiter, und wenn sie nicht in der Motorradfarbe lackiert sind, gefällt die Optik nicht jedem.

Softbags sind leichter, in Sekunden abgenommen und lassen sich zusammenfalten, wenn sie nicht gebraucht werden, bieten aber weniger Aufprallschutz und weniger echten Schutz vor Zugriff: Die meisten schließen mit Vorhängeschlössern oder Gurten, nicht mit echten Schlössern. Für den täglichen Stadtverkehr greifen viele zu Softbags, für Touren macht die Stabilität eines Hartschalenkoffers bei langem Regen den Unterschied.

Fehler, die sich erst später rächen, nicht beim Kauf

Der häufigste ist, den Koffer vor dem Träger zu kaufen und sich auf eine als "universell" beworbene Kompatibilität zu verlassen. Der zweite ist, das Gewicht bei voller Beladung zu unterschätzen: Ein voll beladener 36-Liter-Koffer kann mehrere Kilo wiegen, und wenn der Träger nicht dafür ausgelegt ist, verformt er sich mit der Zeit. Der dritte ist, die Dichtigkeit zu ignorieren: Nicht jeder Hartschalenkoffer ist zu 100 % wasserdicht, manche sind nur spritzwassergeschützt, und den Unterschied merkt man beim ersten echten Unwetter.

Wenn du ein komplettes System suchst, wirf einen Blick auf das Kappa K3000 Monolock 30L Topcase, das mit 30 Litern Platz für einen Integralhelm und etwas mehr bietet. Das komplette Sortiment an Trägern und Zubehör findest du im Bereich Motorradzubehör im Shop.

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